top of page

Mitarbeiterbefragungen in der Pflege:

Aus Rückmeldungen wird Wirkung

HERAUSFORDERUNG & AUSGANGSLAGE

Pflegeeinrichtungen in Hamburg sind verpflichtet, regelmäßig Mitarbeiterbefragungen durchzuführen. Die Aussagekraft steht und fällt jedoch mit der Beteiligung der Mitarbeitenden.

 

Gerade im belastenden Pflegealltag werden Befragungen schnell als zusätzliche Aufgabe wahrgenommen. Gleichzeitig bestehen häufig Zweifel, ob die eigenen Rückmeldungen tatsächlich gehört werden und zu Veränderungen führen.

 

Die Herausforderung bestand deshalb darin, eine Befragung zu entwickeln, die gesetzliche Anforderungen erfüllt, die tatsächliche Arbeitssituation differenziert erfasst und möglichst viele Mitarbeitende zur Teilnahme motiviert

LÖSUNGSANSATZ & VORGEHEN

Auf der Grundlage der Verordnung zu § 14 Absatz 2 des Hamburgischen Wohn- und Betreuungsqualitätsgesetzes wurden die Umfragen gemeinsam mit der Therapeutin und Supervisorin Anja Parchmann konzipiert und durchgeführt.

 

Grundlage war ein weitgehend standardisierter und verständlich formulierter Fragebogen, der die gesetzlich vorgesehenen Themenbereiche abbildet und um einrichtungsspezifische Fragen ergänzt wurde.

SALT21 übernahm die organisatorische Begleitung des gesamten Prozesses – von der Abstimmung mit den Einrichtungsleitungen über die Vorbereitung und Kommunikation bis zur Durchführung, Auswertung und Präsentation der Ergebnisse.

 

Besondere Aufmerksamkeit galt der Aktivierung der Mitarbeitenden. Eine klare, wertschätzende Kommunikation vermittelte, warum die Befragung stattfindet, wie die Anonymität gewährleistet wird und was mit den Ergebnissen geschieht.

 

Durch den standardisierten Kern lassen sich die Resultate der Einrichtungen miteinander vergleichen. Gleichzeitig bleiben individuelle Besonderheiten der einzelnen Häuser sichtbar.

 

Die pflegespezifische Perspektive brachte Anja Parchmann ein. Ihre langjährige Erfahrung in Supervision, Fortbildung und Gewaltprävention in der Pflege half dabei, Fragestellungen einzuordnen und aus den Ergebnissen geeignete nächste Schritte abzuleiten.

Ergebnisse

Die Beteiligung wurde um mehr als 20% gesteigert. Dadurch entstand ein belastbares und differenziertes Bild der Arbeitssituation.

​

Die Auswertung machte sowohl vorhandene Stärken als auch konkrete Handlungsfelder sichtbar – unter anderem in den Bereichen Zusammenarbeit, Führung, Kommunikation, Rollenklärung und Arbeitsbelastung.

​

Damit endete der Prozess nicht bei einer Ergebnispräsentation.

 

Aus den Rückmeldungen konnten sechs konkrete Maßnahmen und weiterführende Formate abgeleitet werden, darunter Workshops, moderierte Reflexion, Coaching und Supervision.

Portrait_Jonas.jpg

„Die Befragung war für uns weit mehr als die Erfüllung einer gesetzlichen Vorgabe. Durch den verständlichen Fragebogen und die begleitende Kommunikation konnten wir deutlich mehr Mitarbeitende erreichen als bei der vorherigen Befragung. Besonders wertvoll war die klare und praxisnahe Auswertung: Sie hat uns nicht nur gezeigt, wo wir stehen, sondern auch konkrete Maßnahmen aufgezeigt, mit denen wir gezielt weiterarbeiten können.“

Jonas Kasprowicz​

Pflegedienstleiter Altenzentrum Ansgar

bottom of page